Quo Vadis – Personalwesen: Was heute schief läuft und morgen anders sein sollte.

By | 8. Dezember 2014

Stefan Nette hat auf seinem Blog „aussYcht: Gen Y, HR und die Zukunft der Arbeit“ eine interessante Interviewreihe gestartet. Auch ich durfte dabei sein – hier ein Teil meiner Antworten auf seine Fragen zur Zukunft der Personalarbeit. Das gesamte Interview ist hier zu finden:

Quo Vadis – Personalwesen: Was heute schief läuft und morgen anders sein sollte.

Die Diskussion ist im vollen Gange und es ist nicht von der Hand zu weisen, dass HR, also das Personalwesen in deutschen Unternehmen derzeit maßgebliche Probleme hat. Nicht überall aber dennoch auffällig, denn mittlerweile ist die Diskussion sogar in den Massenmedien angekommen. Grund genug die Experten zu Wort kommen zu lassen, denn hier werden sich sicherlich viele Interessante Sichtweisen offenbaren und am Ende könnte so ein differenziertes Bild entstehen. Vielleicht ein interessante Sammlung für jeden Personaler, der es zukünftig besser machen und auch wieder bei Unternehmensentscheidungen mitreden will.

Lieber Thomas Eggert, wie erleben Sie derzeit die Personalarbeit in deutschen Unternehmen?

Nun, ich glaube, dafür gibt es keine pauschale Aussage. Aus meiner Erfahrung heraus gibt es da drei wesentlichen Unterschiede.

Der abgehobene Visionär

Er bewegt sich ständig in fernen Spheren, diskutiert im Unternehmen bei allen Themen mit und spricht nur noch von Thema 4.0 (oder bei welcher Zahl er auch gerade ist), ist Spezialist in allen Social Media Kanälen oder auch Profi im Marketing. Ganz nebenbei steuert er die Innovation im Unternehmen, ist Feel Good Manager und führt gleichzeitig Retention Management und Story Telling im Unternehmen ein. Leider verliert er hierbei manchmal den Boden unter den Füßen und auch den realen Bezug zum Unternehmen und seinen Mitarbeitern.

Der ewige Jammerer

Über diese Spezies liest man komischerweise am meisten in den deutschen Medien. Sie beklagen sich ständig darüber, dass die Personalarbeit nicht entsprechend akzeptiert wird, dass sie nicht von der Geschäftsführung als gleichwertiger Partner gesehen werden und wundern sich, warum die Führungskräfte sie am liebsten abschaffen würden. Das tut er dann in allen Medien kund und wundert sich, warum es bei ihm im Unternehmen nicht besser wird, er engagiert sich in allen möglichen Vereinigungen (die ja offiziell genauso jammern) und er weiss vor lauter Jammern auch gar nicht mehr, was bei ihm im Unternehmen so abläuft.

Der kreative Macher

Personaler, die hauptsächlich in KMU’s tätig sind und hier einen hervorragenden Job machen. Sie lassen sich nicht beeinflussen (oder haben gar nicht die Zeit dazu) von den ewigen Diskussionen rund um die Wertigkeit der Personalarbeit und sich darum kümmern, dass das Personalgeschäft in Ihrem Unternehmen einfach läuft. Sie haben ihre Prozesse im Griff, wissen Bescheid über die Sorgen und Nöte Ihrer Mitarbeiter und haben auch den richtigen Zugang zu den Führungskräften und der Geschäftsführung und sind anerkannter Partner des Betriebsrates. Hierbei müssen sie aber laufend sehr kreativ vorgehen, da sie häufig eingezwängt sind in enge Budgets und Von und über diese Personaler hört man in der Öffentlichkeit (leider) sehr wenig, sie erfüllen aber unauffällig und zuverlässig einen der wichtigsten Jobs im Unternehmen.

weiterlesen im Blog von Stefan Nette

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