„Results count, people matter“

By | 24. August 2017

Dieser Beitrag beschreibt aktuelle Trends im Performance Management.

Wie sieht ein Jahresgespräch im Zeitalter der Digitalisierung aus? Nach welchen Kriterien bewerte ich meine Mitarbeiter? Und wer bewertet eigentlich wen? Das klassische Performance Management unterliegt aktuell einem Wandel. Und das sowohl strukturell wie auch inhaltlich. Die spannende Entwicklung zur Digitalisierung der Prozesse ist in vielen großen Unternehmen bereits angestoßen – doch der Weg hin zum Performance Management als Teil der Unternehmenskultur ist meist noch Zukunftsmusik.

„Wir müssen reden“, warum Mitarbeitergespräche als Teil des Performance Managements so wichtig sind

Jahresgespräche, Zielvereinbarungsgespräche, Personalentwicklungsgespräche – der direkte Austausch zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzen ist ein fest etabliertes Instrument im Performance Management. Die Gespräche fördern die Kommunikation über Aufgaben und Ziele, sie schaffen Vertrauen zwischen dem Vorgesetzten und seinen Mitarbeitern und stärken gezielt die Mitarbeitermotivation. Durch den Abgleich der erbrachten Leistung mit der Zielvereinbarung werden Bonusansprüche geprüft sowie auch Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten erarbeitet. Und ganz entscheidend: Die Gespräche dienen auch als Frühwarnsystem und Pulsnehmer für Probleme, Negativtrends und Konflikte. Somit ist dieser persönliche Austausch auch im Zeitalter der Digitalisierung nicht wegzudenken – doch wird der Performance Management-Prozess in den Unternehmen zunehmend digitalisiert, dadurch optimiert und sogar revolutioniert.

Transparent und nutzerfreundlich

Von der Vorbereitung des Gesprächs über die Durchführung bis hin zum Follow-up – mithilfe einer digitalen HR-Anwendung gestalten Unternehmen den gesamten Prozess zunehmend transparent und zeitsparend. Jährliche Papierschlachten gehören damit der Vergangenheit an, heute klicken sich Vorgesetzten und Mitarbeiter im Vorfeld des Gesprächs intuitiv durch einen Online-Fragebogen. Während des Gesprächs wird durch direkte Schnittstellen zur Learning-Plattform nach einer geeigneten Weiterbildung gesucht. Nach dem Gespräch stößt das System automatisch auf Basis der gespeicherten Informationen den Bonuszahlungsprozess an. Zu jedem Zeitpunkt zeigt die Anwendung transparent, wer wo im Prozess steht. So wird das Performance Management zum Aushängeschild für das HR-Management. Schnell lässt sich erkennen: Wer verlässt mein Unternehmen? High Performer oder Low Performer? Müssen entsprechende Maßnahmen initiiert werden, um Leistungsträger zu halten?

Kürzere Gesprächszyklen mit angepassten Zielen

Die Digitalisierung bedeutet jedoch für das Performance Management nicht nur Chancen, sondern stellt dieses auch vor neue Herausforderungen. Mit kürzer werdenden Innovationszyklen verändern sich auch Unternehmensziele schneller – das Performance Management muss jetzt agil reagieren: Mitarbeiterziele unterjährig anpassen, auf individuelle Bedürfnisse eingehen, Mitarbeiter motivieren, Talente ans Unternehmen binden. Wer nun seine Hausaufgaben gemacht hat, ist deutlich im Vorteil. Denn saubere Mitarbeiterstammdatenpflege und stringente Abbildung der Organisation mit fachlichen Zugehörigkeiten machen die vollständige Digitalisierung des Performance Management-Prozesses möglich. Mit Hilfe eines intuitiven User Interfaces einer implementierten HR-Anwendung können nun auch kürzere Gesprächszyklen und Prozesse bei gleichbleibend hoher Qualität gemeistert werden.

Performance Management als Teil der Unternehmenskultur
Doch nicht nur die Frequenz verkürzt sich, auch die Art und Weise der Mitarbeiterbeurteilung wird mit einem Blick in die Zukunft eine andere sein. Bei den klassischen Steuerungselementen wie dem Zielvereinbarungsgespräch oder dem Jahresgespräch bewertet der Vorgesetzte seinen Mitarbeiter. Doch was passiert, wenn nicht nur top-down sondern auch bottom-up eine Bewertung erfolgt? Und wie sieht es aus, wenn auch die Kollegen sich peer-to-peer gegenseitig bewerten? Schnell wird klar, dass sich damit vor allem die Bewertungskriterien ändern: Weniger ist dann die reine Zielerreichung die entscheidende Variable. Es entwickelt sich eine qualitative Feedbackkultur, in der konstruktive Kritik geübt wird. Soft Skills rücken damit stärker in den Blickpunkt. Regelmäßige Checkpoints und ein Chat zum direkten Austausch mit dem Vorgesetzten auch außerhalb der geplanten Gespräche machen solch ein permanent gelebtes Performance Management möglich. Dabei ist die Plattform der Schlüssel zum Erfolg: sie sollte einfach zu nutzen sein und mobil und auch am Arbeitsplatz zur Verfügung stehen. So wird das Performance Management zum Teil der Unternehmenskultur und macht durch dezente Gamification-Tools den Nutzern sogar Spaß.